SANDRA . FORSTER
natur in unseren händen

metamorphose 




 

Der Mensch entsorgt alles, was vergangen ist, da er es meist als nicht schön erachtet. Die Natur darf nicht mehr sein, was sie ist. Sie darf ihren Lebenszyklus nicht mehr vollenden, viel zu kaputt sieht sie aus im Prozess des Vergehens. Die Blätter sind vertrocknet, das Leben ist aus ihnen gegangen sie sind zerbrechlich und verletzlich geworden. Dadurch haben sie in unseren Augen keinen Nutzen mehr. Sie fangen an Metamorphosen zu bilden um sich vor unserer Bewertung und dem daraus folgenden Handeln zu schützen. Viele Stellen, die angefasst werden könnten, fangen an, Stacheln auszubilden, die uns daran hindern, die leblos wirkenden Blätter zu entsorgen. Das Leben hat sie gezeichnet, es hat Narben und Risse hinterlassen. Nicht jedoch, um danach als nicht schön erachtet zu werden, sondern vielmehr um Erfahrung im Ausdruck zeigen zu können, um Geschichten zu erzählen. Geschichten, die wir nur erfahren, wenn wir zuhören und betrachten.

 

Die Kohlezeichnungen sind der Ausdruck des Prozesses der sich in den Blättern abspielt. Sie verdeutlichen das Leben dass in den Blättern auch während des Vergehens steckt. Mit Kohle aus der Natur gezeichnet, zeigen sie auf, welche Schönheit in den verborgenen Abläufen der Natur steckt.



 



 


Ein Video der Installation "Metamorphose". Die Ausstellung fand im Kaisheimer Torturm statt und wurde vom Kulturförderkreis Kaisheim unterstützt.




zurück zur NATURKUNST.